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Trends Hannover Messe 2016 – Industrie 4.0

 

Der Weg zur Industrie 4.0

 

Auf dem Stand von Baden-Württemberg in Halle 2 gibt es einen Blickfang aus der Industrie 4.0, den Quantum VTR. Das ist eine unbemannte Drohne, die rein elektrisch fliegt und die Energie aus Akkus bezieht. Die Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zeigt weiter einen Einzylinder-Zweitaktmotor, der mit einer neuen Gemischbildungseinheit arbeitet, die Compression-Wave-Injection, damit die Reichweite des Fluggeräts verlängert wird.

Dazu gibt es ein Modell zur Automatisierung mit Fertigung und Prüfung, eine Vernetzung, die realitätsnah, offen sowie ausbaufähig sein soll auf dem Pfad zur Industrie 4.0. Bei vielem spielt künftig auch Blockchain eine immense Rolle.

Bei Industrie 4.0 geht der Trend zum Roboter hin. Auf diesem Weg könnten viel Arbeitsplätze wegfallen. Die Roboterstunde kostet etwa drei bis sechs Euro, der Mensch ungefähr 40 Euro.

Industrie 4.0 Hannover MesseSo hat VW bereits verlauten lassen, Roboter für die älter werdende Belegschaft einzusetzen. Es muss allerdings nicht ganz schlimm kommen. Die Digitalisierung könnte in einen Transformationsprozess eintreten in dem einige Berufe verschwinden, aber andere neu entstehen.

 

 

Typisch wäre ein Szenario in der Industrie 4.0: Hier agieren Transportroboter autonom und übernehmen Tätigkeiten von Lagerarbeitern. Gegenüber steht der wachsende Bedarf von höher qualifizierten Mitarbeitern, die derartige Systeme einrichten und betreuen sowie warten. Für solche anspruchsvollen Aufgaben müssen die Firmen ihre Mitarbeiter in Intralogistik weiterbilden. Das Gleiche gilt für die Produktion.

 

Der Trend bei den Robotern

 

Der Stand der Uni Stuttgart zeigte eine carbonfaserverstärkte Leichtbaustruktur sowie computergestützte Entwurfs- und Simulationswerkzeuge und einen kernlosen robotischen Wickelprozess, der Faserverbundbauteile herstellt. Für die Architektur entstehen völlig neue Entwurfsspielräume.

Bei den Robotern gibt es einen weiteren Trend. Die Entwicklung kollaborativer Roboter steuert in die Richtung, dass sie mit Menschen zusammenarbeiten an einer Produktionslinie. Sie werden vor Ort angelernt von einem Mitarbeiter für ihre Aufgaben und unterstützen ihn dann. So wird die Barriere vor den Maschinen gesenkt. Wer ein Mobiltelefon bedienen kann, kann die Roboter ebenfalls bedienen, meint ein Produktmanager einer Robotic-Firma.

 

Der Roboter für kleine und mittlere Unternehmen

 

Ein Industrieroboter braucht Tage oder Wochen, bis er aufgebaut und in Betrieb genommen werden kann. Das ist zu langwierig und zu teuer.

Kleine Roboter sind in Stunden ausgepackt und aufgebaut und programmiert. Die Programmierung geht hin zu intuitiven Tools, die die Bediener ohne Vorkenntnisse mit Hilfe einfacher Arbeitsschritte durchführen können. Es ist einfach wie ein Smartphone.

Ein Industrieroboter sitzt in der Regel in einem Schutzgehäuse. Neue Roboter können neben den Mitarbeitern arbeiten mit integrierten Kraftsensoren, die die Arbeit stoppen, wenn sie den Menschen berühren. Die neuen Roboter kommen leicht und platzsparend und können schnell umgerüstet werden und ihre Arbeitsumgebung wechseln, ohne dass die Produktionsabläufe komplett umstrukturiert werden. Die Amortisation von 195 Tagen bei der Roboterautomatisierung ist auch für kleine sowie mittlere Fertigungsunternehmen bezahlbar.